Zur Adonisblüte in die Priesterschlucht und an die Oder

Bahnhof Fürstenwalde

Bahnhof Fürstenwalde

 

Wir beginnen unsere Radtour am Bahnhof in Fürstenwalde und fahren vom Bahnhofsvorplatz gleich durch den Großbahntunnel unter den Gleisen hindurch auf die Nordseite der Bahnanlage in die Trebuser Straße. Hier biegen wir am Tunnelausgang scharf rechts ab in die Ehrenfried-Jopp-Straße. Wir folgen dieser Straße parallel zu den Bahngleisen bis zur Johann-Sebastian-Bach-Str., in die wir links einbiegen. Wir folgen der Straße ca. 1,7 km bis zum Kreisverkehr, in dem wir rechts in die Steinhöfeler Str. einbiegen. Nach 500 m biegen wir links ab in die Buchholzer Chaussee.

Steinhöfeler Chaussee

Steinhöfeler Chaussee

Oderbruchbahnradweg

Oderbruchbahnradweg

Nach ca. 2,5 km entlang dieser Straße in Richtung Norden haben wir den Einstieg in den „Oderbruchbahnradweg“ erreicht. Wir biegen hier rechts auf die alte Bahntrasse ab und folgen dem Radweg die nächsten 5 km bis nach Steinhöfel. Die Oderbruchbahn,  96 km von Fürstenwalde über Hasenfelde und Dolgelin nach Wriezen war seit 1911 in Betrieb. Zwischen 1964 und 1970 wurde der Betrieb nach und nach eingestellt. Bis Januar 1994 war der Abschnitt Dolgelin-Seelow noch für den Güterverkehr in Betrieb. Von 2006 bis 2008 wurde auf 112 km Länge ein neuer Radweg in Anlehnung an die einstige Trasse der Oderbruchbahn gebaut – der Oderbruchbahnradweg. In Steinhöfel können wir im Schloßpark eine erste Rast einlegen. Steinhöfel wurde vermutlich im 13. Jahrhundert als Angerdorf gegründet und 1401 erstmals urkundlich erwähnt. Das Schloß Steinhöfel ließ Valentin von Massow 1790 durch David Gilly errichten, heute beherbergt es ein Hotel. Die Dorfkirche im Zentrum ist in Teilen über 600 Jahre alt und somit eines der ältesten Gebäude des Ortes.

Schloß Steinhöfel

Schloß Steinhöfel

Schloßpark Steinhöfel

Schloßpark Steinhöfel

Dorfkirche Steinhöfel

Dorfkirche Steinhöfel

Oderbruchbahnradweg Steinhöfel-Hasenfelde

Oderbruchbahnradweg Steinhöfel-Hasenfelde

Von Steinhöfel aus fahren wir weiter auf der alten Trasse der Oderbruchbahn in Richtung Lietzen. Es geht vorbei am alten Bahnhof in Hasenfelde nach Ahrensdorf. Ahrensdorf wurde im 13. Jahrhundert planmäßig angelegt und 1405 erstmals urkundlich erwähnt. Seit 2001 ist der Ort ein Ortsteil der Gemeinde Steinhöfel. In Ahrensdorf verlassen wir den Bahnradweg, kreuzen die Bundesstraße 5 nach Frankfurt/Oder und fahren auf dem Radweg weiter in Richtung Lietzen. Ca. 2 km hinter Ahrensdorf folgt der Radweg wieder der alten Bahntrasse nach Dolgelin. Nach weiteren 2 km erreichen wir den Ort Falkenhagen (Mark). Die erste Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahre 1313. Bis ins 17. Jahrhundert hatte Falkenhagen Stadtrechte. Im Ort wurde im 13. Jahrhundert die größte Feldsteinkirche Ostbrandenburgs als Basilika-Bischofssitz erbaut. Wir fahren über die Ernst-Thälmann-Str. in den Ort hinein, biegen im Zentrum links in die August-Bebel-Str. ab und verlassen über diese Straße den Ort wieder. Am Ortsausgang führt der Radweg wieder auf die alte Oderbruchbahntrasse. Nun radeln wir ganz entspannt durch eine wunderbare Landschaft entlang des Platkower Mühlenfließes, welches in der Nähe von Georgenthal entspringt und sich auf einer Länge von 68 km bis nach Diedersdorf erstreckt. Das Fließ bildet auf dieser Länge 13 unterschiedlich große Seen. Wir radeln am Mühlensee, einem der größten Seen des Fließes entlang und genießen die Aussicht von einem Rastplatz am See.

alter Bahnhof Hasenfelde

alter Bahnhof Hasenfelde

Oderbruchbahnradweg Hasenfelde-Ahrensdorf

Oderbruchbahnradweg Hasenfelde-Ahrensdorf

Mühlensee

Mühlensee

Komturei Lietzen

Komturei Lietzen

Bis Lietzen-Nord, bei km 31 unserer Tour, bleiben wir auf der Trasse der ehemaligen Oderbruchbahn. In Lietzen-Nord erreichen wir die Komturei Lietzen. Lietzen wurde 1229 vom Templerorden gegründet. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1244. Der Name stammt aus dem Slawischen und bedeutet „Dorf am Flüsschen Lesnitz“. Die Komturei Lietzen wurde 1232 durch den Templerorden errichtet und ist der letzte noch erkennbare Rittersitz des Templerordens isn Brandenburg. Nach Auflösung des Templerordens er 1312 in den Besitz des Johanniterordens über. Im Zuge der Säkularisation kam die Komturei 1812 in das Eigentum der Krone und wurde 1814 dem Staatskanzler Karl August Fürst von Hardenberg als Schenkung für seine Verdienste übereignet. 1944 wurde der Gesamtbesitz auf Grund der Beteiligung von Carl-Hans Graf von Hardenberg am Attentat des 20. Juli durch die Nationalsozialisten beschlagnahmt und 1945 durch die Bodenreform ein weiteres Mal enteignet. Seit 1993 ist die Komturei wieder im Besitz der Familie von Hardenberg. Die Komturei Lietzen ist als Denkmal-Ensemble zum Teil (Gelände und Kirche) öffentlich zugänglich. Die einschiffige Kirche der Komturei stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde 1999 aufwendig restauriert. Nach dem Besuch der Komturei verlassen wir den Bahntrassenradweg und fahren über die K6402 (Gartenstraße) an Lietzen-Vorwerk vorbei nach Friedersdorf. Im dortigen Kunstspeicher können wir eine größere Pause einlegen. Der Kunstspeicher ist ein 6-bödiger ehemaliger Getreidespeicher sowie technisches Denkmal. In ihm befinden sich Speicherladen, Wirtshaus und Ausssellungen. Der Ort Friedersdorf wurde 1323 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name bedeutet: „Dorf des Frederik“. Nach einem kurzen Aufenthalt im Kustspeicher verlassen wir Friedersdorf und fahren in südliche Richtung über die Frankfurter Straße und die B 167 durch Dolgelin nach Libbenichen. Dolgelin ist eines der ältesten Höhendörfer am Westrand des Oderbruchs, 1321 erstmals urkundlich erwähnt. Von Libbenichen ist nur wenig bekannt, so z.B., daß es 1499 an das Bistum Lebus verkauft wurde. Seit Friedersdorf haben wir ca. 5 km zurückgelegt und biegen nun in Libbenichen links in die Lindenstraße ein, überqueren die Bahnlinie Frankfurt/O. – Eberswalde und fahren anschließend eine sehr rasante Abfahrt über 2 km in das Oderbruch hinab. Wir folgen dem Bruchweg und biegen an der ersten Kreuzung rechts ab. Nach weiteren ca. 3 km stehen wir wieder vor einem steilen Anstieg, den es nach Mallnow zu bewältigen gilt. Oben angekommen, haben wir den 1325 erstmals erwähnten Ort Mallnow sowie das 309 ha große Naturschutzgebiet „Oderhänge Mallnow“  (auch Pontische Hänge genannt) erreicht. Hier können wir die ersten Adonisröschen sehen.

Kunstspeicher Friedersdorf

Kunstspeicher Friedersdorf

Mallnow

Mallnow

Adonisröschen bei Mallnow

Adonisröschen bei Mallnow

Adonisröschen

Adonisröschen

Nach unserem Aufenthalt in Mallnow fahren wir den Berg in Richtung Oderbruch wieder hinunter und biegen unmittelbar am Ende rechts in den Kreuzweg ab. Nach ca. 1,5 km biegen wir wieder rechts ab und fahren über ca. 2,5 km den nächsten steilen Berg hinauf nach Podelzig. Podelzig wurde 1354 erstmals erwähnt. Im Ort angekommen, überqueren wir die Hauptstraße und biegen nach links in den Grünen Weg ein. Wir folgen ihm, dann dem Reitweiner Weg, ca. 3 km bis wir die Priesterschlucht erreichen. Hier stehen die Adonisröschen und die ebenfalls geschützten Schlüsselblumen sehr konzentriert und der Rundwanderweg ist nicht allzu lang.

Kreuzweg Mallnow-Podelzig

Kreuzweg Mallnow-Podelzig

Steigung nach Podelzig hoch

Wegweiser zur Priesterschlucht

Wegweiser zur Priesterschlucht

Südeingang zur Priesterschlucht

Südeingang zur Priesterschlucht

 

Rundweg in der Priesterschlucht

Rundweg in der Priesterschlucht

Priesterschlucht

Priesterschlucht

Adonisröschen

Adonisröschen

 

Priesterschlucht

Priesterschlucht

 

 

 

 

alter Bahnhof Podelzig an der Strecke Frankfurt/O.-Küstrin

alter Bahnhof Podelzig an der Strecke Frankfurt/O.-Küstrin

Nach dem Rundgang in der Priesterschlucht fahren wir wieder zurück nach Podelzig und über die Stallstraße und die Klessiner Straße in Richtung Oder, wo wir auf den Oder-Radweg stoßen. Wir biegen hier rechts ab und fahren parallel zur Oder in Richtung Frankfurt/Oder. Linker Hand haben wir die Oderhänge, auf denen ebenfalls viele Adonisröschen blühen. Die höchste Konzentration findet sich an den Hängen von Lebus, wo wir den Radweg verlassen und auf einem mehr oder weniger breiten Feldweg bzw. Trampelpfad weiterfahren. Aber der Ausblick lohnt sich.

 

Feldweg an der Oder

Feldweg an der Oder

Alte Oder bei Lebus

Alte Oder bei Lebus

Feldweg an der Alten Oder

Feldweg an der Alten Oder

Oderhänge bei Lebus

Oderhänge bei Lebus

Oderhänge

Oderhänge

Adonisröschen

Adonisröschen

Oderhänge

Oderhänge

Von den Oderhängen bei Lebus sind es nur noch 2 km entlang einem schmalen Pfad über die Oderwiesen, bis wir wieder den gut ausgebauten Radweg Richtung Frankfurt/Oder erreichen. Diesem Radweg folgend wir immer entlang dem Oderufer bis nach Frankfurt/O. In der Bischofstraße biegen wir rechts ab und fahren durch das Zentrum zum Bahnhof. Hier endet unsere Tour nach 80 km.

Länge der Strecke: 80,05 km

Verlauf der Strecke: Fürstenwalde / Steinhöfe / Falkenhagen (Mark) / Lietzen / Lietzen-Nord / Lietzen-Vorwerk / Friedersdorf / Lindendorf / Libbenichen / Mallnow / Podelzig / Frankfurt/Oder

Beschaffenheit der Strecke: sehr gute Radwege, wenig befahrene Landstraßen, Feldwege

Download der GPX-Datei: Zur Adonisblüte an die Oder

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