Dahmeradweg 1 von der Dahmequelle bis Oderin

Bahnhof Luckau-Uckro

Bahnhof Luckau-Uckro

Kemlitz

Kemlitz

Waldweg zur Dahmequelle

Waldweg zur Dahmequelle

Wir starten unsere Tour auf dem Dahmeradweg mit der ersten Etappe von der Dahmequelle bis nach Oderin. Der der Quelle nächstgelegene Bahnhof ist Luckau-Uckro, der von Berlin aus mit dem RE 5 erreichbar ist. Von dort bis zur Dahmequelle fahren wir zunächst 6 km auf der Bundesstraße 102 in Richtung Dahme/Mark und biegen im Ort Kemlitz links in den Wald ab. Über einen breiten und festen Waldweg durch die Rochauer Heide erreichen wir nach weiteren 6 km die Dahmequelle.  Die Dahme entspringt am Rand des Austenberges  bei dem Ort Kolpien (1376), südlich der Kleinstadt Dahme/Mark. Die Dahme ist ein 95 km langer Nebenfluß der Spree und mündet in Berlin-Köpenick, an der Schloßinsel, in diese.

Rastplatz an der Dahmequelle

Rastplatz an der Dahmequelle

Schild an der Dahmequelle

Schild an der Dahmequelle

„Dahmequelle“

hier soll eigentlich die Dahme fließen

hier soll eigentlich die Dahme fließen

Die Dahme ist Namensgeber für das Dahmeland, welches sie auf ihrem Weg nach Berlin durchfließt. Der Dahmeradweg hat von der Quelle bis zur Mündung eine Länge von 123 km und führt nicht immer direkt an der Dahme entlang! Von der Quelle ist bei längerer Trockenheit nichts mehr zu sehen, als ein nasser Fleck auf dem Waldboden. Nachdem wir uns umgesehen haben starten wir unsere Radtour

Dahmeradweg an der Dahmequelle

Dahmeradweg an der Dahmequelle

Feldsteinkirche Kolpien

Feldsteinkirche Kolpien

Kolpien

Kolpien

am Rastplatz an der Dahmequelle. Zunächst geht es den Wald- und Feldweg entlang bis ins Örtchen Kolpien (1376 – der Name bedeutet „Siedlung am Schwanenteich). Kolpien hat ca. 130 Einwohner, besitzt eine Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert mit einem Altar und  einem Kruzifix aus dem 14. Jahrhundert sowie einem Sandstein-Taufbecken von 1619. Am Dorfende steht am linken Straßenrand eine komplett restaurierte Holländer-Windmühle, die besichtigt werden kann. Ca. 1,5 km hinter Kolpien überquert unser Weg zum ersten Mal die Dahme, die sich hier als kleines Flies durch die Landschaft schlängelt. Über Schwebendorf (1368) erreichen wir schließlich das Städtchen Dahme/Mark (1186). Zwischen 1150 und 1300 wanderten in die

die Dahme hinter Kolpien

die Dahme hinter Kolpien

Schwebendorf

Schwebendorf

Stadtmauer in Dahme

Stadtmauer in Dahme

Vogelturm am ehem. Jüterboger Stadttor

Vogelturm am ehem. Jüterboger Stadttor

 

später Fläming genannte Region südlich von Berlin Flamen ein und gründeten Dörfer und Städte. Dahme und die umliegenden Dörfer gehörten bis 1815 zu Kursachsen und kamen durch die Vereinbarungen des Wiener Kongresses zu Preußen. Dadurch war der Zusatz „Mark“ notwendig geworden, da es in Preußen bereits ein Dahme in Holstein gab. 1265 erhielte Dahme Stadtrecht und ist heute Sitz des Amtes Dahme/Mark.

Rathaus Dahme/Mark

Rathaus Dahme/Mark

ehem. Klosterkirche der Karmeliter-Rückseite

ehem. Klosterkirche der Karmeliter-Rückseite

ehem. Klosterkirche der Karmeliter-Vorderseite

ehem. Klosterkirche der Karmeliter-Vorderseite

Stadtkirche St. Marien

Stadtkirche St. Marien

 

Die Altstadt von Dahme ist noch von einer zu 80% original erhaltenen Stadtmauer von 1265 umgeben. Das imposanteste Gebäude der Stadt ist ohne Zweifel das Rathaus aus roten Backsteinen von 1893. Das Schloß Dahme wurde 1711 bis 1714 unter Einbeziehung älterer Bausubstanz als Barockschloß umgestaltet. Nach dem Krieg verfiel es nach abgebrochenen Sanierungsmaßnahmen ab 1957 zur Ruine und dient heute, nachdem von 1994 bis 2008 Sicherungsmaßnahmen erfolgten, kulturellen Zwecken. Direkt hinter der südlichen Stadtbauer befindet sich das ehemalige Kloster der Karmeliter

Schloßruine Dahme/Mark

Schloßruine Dahme/Mark

Auffahrt zum Schloß

Auffahrt zum Schloß

Schloßinnenhof

Schloßinnenhof

Schloßpark

Schloßpark

mit der noch erhaltenen ehemaligen Klosterkirche.  Der Karmeliterorden war ein Bettelorden, der in Palästina gegründet wurde. In Dahme war der Orden seit 1304 ansässig und betrieb u.a. ein Hospital. 1723 wurde deshalb die  Klosterkirche zur Hospitalkirche umgebaut. 1923 erfolgte ein weiterer Umbau zu einem Kleinrentnerheim. Zwischen Rathaus und Schloß steht die evangelische Stadtkirche St. Marien. Der erste Bau wurde bereits 1181 errichtet. Am Siebenschläfertag 1666 brannte die Kirche, wie auch die gesamte Stadt Dahme, vollständig ab und wurde anschließend bis 1671 wieder aufgebaut. Nach unserem Aufenthalt in Dahme / Mark folgen wir dem Radweg am Ostrand des Schloßparks entlang und erreichen nach 5 km den Ort Prensdorf (1346).

Dahmeradweg zwischen Dahme/Mark und Prensdorf

Dahmeradweg zwischen Dahme/Mark und Prensdorf

Dorfkirche Prensdorf

Dorfkirche Prensdorf

die Dahme bei Prensdorf

die Dahme bei Prensdorf

Dahmeradweg an der L 71

Dahmeradweg an der L 71

 

Bachmühle in Görsdorf

Bachmühle in Görsdorf

die Dahme an der Bachmühle

die Dahme an der Bachmühle

Wildau-Wentdorf

Wildau-Wentdorf

Dorfkirche Wildau-Wentdorf

Dorfkirche Wildau-Wentdorf

 

Die Feldsteinkirche des Ortes wurde im 14. Jahrhundert durch niederländische Flamen erbaut, die Markgraf Albrecht der Bär (Albrecht I. von Brandenburg 1100-1170) im 12. Jahrhundert in der menschenleeren Gegend angesiedelt hatte. Nach der Durchquerung des Ortes radeln wir weiter durch das Dahmeland auf separatem Radweg entlang der Landstraße L 71, machen einen kurzen Abstecher zur Bachmühle in Görsdorf, durchfahren ein großes Waldgebiet  und erreichen ca. bei km 33 den Ort Wildau-Wentdorf (1265) . Wir befinden uns jetzt auch auf einem Teil der Dahme-Wassermühlen-Tour. Zwischen Prensdorf und Teurow existieren an der Dahme 15 Wassermühlen, die teilweise noch zu besichtigen sind oder, wie die Bachmühle als Pension genutzt werden. In Wildau-Wentdorf ist eine für den kleinen Ort riesige Feldsteinkirche, die eher einer Trutzburg ähnelt, sehenswert. Die Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert. Weiter führt unser Weg durch die Wiesen und Wälder des Dahmelandes.

Kleine Mühle in Drahnsdorf

Kleine Mühle in Drahnsdorf

die Dahme an der Kleinen Mühle

die Dahme an der Kleinen Mühle

Brandmühle in Drahnsdorf

Brandmühle in Drahnsdorf

Dorfkirche in Krossen

Dorfkirche in Krossen

 

Nach weiteren 5 km kreuzt unser Weg wieder das Flüsschen Dahme bei der Kleinen Mühle in Drahnsdorf. Hier stand ebenfalls ein Wassermühle, von der allerdings nur noch ein Wohngebäude erhalten ist. 1 km weiter erreichen wir die Brandmühle Drahnsdorf, eine ehemalige Öl- und Getreidemühle mit einem kleinen Sägewerk. Weiter führt unser Weg durch den kleinen Ort Krossen (1346)  mit seiner Dorfkirche aus dem 15. Jahrhundert. Wir sind nun am Übergang des Niederen Flämings in das Lausitzer Heideland angelangt. Am Ende des Ortes erreichen wir die Vordermühle Krossen, eine Wassermühle, in der von ca. 1650 bis 2000 Getreide geschrotet wurde. Seit 2000 ist der Betrieb eingestellt und die Mühle verfällt langsam. Wir setzen unseren Weg fort, fahren durch den kleinen Ort Sagritz (1364), an dessen Ende wir eine weitere Mühle, die Kanow-Mühle erreichen. Die Mühle stammt aus dem 13. Jahrhundert und produziert heute noch kalt gepresstes Leinöl

Vordermühle Krossen

Vordermühle Krossen

Kanow-Mühle Sagritz

Kanow-Mühle Sagritz

Mühlenstandorte an der Dahme

Mühlenstandorte an der Dahme

Dahme an der Kanow-Mühle

Dahme an der Kanow-Mühle

 

Markplatz von Golßen

Markplatz von Golßen

Dahmeradweg nach Rietzneuendorf

Dahmeradweg nach Rietzneuendorf

Schloß in Rietzneuendorf

Schloß in Rietzneuendorf

Dorfkirche in Rietzneuendorf

Dorfkirche in Rietzneuendorf

mit den original Mühlsteinen. Im Hofladen kann man entsprechende Produkte erwerben. Nach unserem Aufenthalt im Hofladen der Mühle fahren wir weiter und erreichen nach 3 km die Kleinstadt Golßen (1276), Sitz des Amtes Unterspreewald. Die Silhouette der Stadt wird weitestgehend vom 1904 – 1906 erbauten Rathaus mit seinem markanten Turm bestimmt. Von Golßen aus fahren wir ca. 8 km hauptsächlich durch den Wald , abseits von Straßen, bis nach Rietzneuendorf (1455), mit seinem heute in Privatbesitz befindlichen Schloß von 1860. Der Ort hat auch eine sehenswerte Fachwerkkirche von 1703. Weiter geht es durch die herrlichen brandenburger Wälder unter der Autobahn A 13 (Berlin-Dresden) hindurch nach Staakow (1685). Staakow, ehemals sächsisch, fiel 1815 ebenfalls wie Dahme/Mark an Preußen. Ca. 2 km hinter dem Ort, in Staakmühle (frühes 16. Jahrhundert) treffen wir auf unsere letzte Mühle, die Staakmühle. Auch diese Mühle, zwar unter Denkmalschutz stehend, steht seit Jahren leer und verfällt langsam. Der Ortsteil Staakmühle weist aber noch eine andere Besonderheit auf: ein Teil des Ortes gehört zu Halbe und damit zum Amt Schenkenländchen, die andere Hälfte gehört zu Staakow und damit zum Amt Unterspreewald. Nach der Passagen dieses Ortes der Merkwürdigkeiten fahren wir noch ca. 6 km durch den Wald

Staakmühle

Staakmühle

Bahnhof Oderin

Bahnhof Oderin

 

über Briesen (1455) und erreichen nach insgesamt 69,59 km den Bahnhof Oderin, von dem wir im Stundentakt wieder nach Berlin zurückfahren können.

Streckenlänge: 69,7 km

Verlauf der Strecke: Bhf. Luckau-Uckro / Falkenberg / Kemlitz / Kolpien / Schwebendorf / Dahme/Mark / Prensdorf / Wildau-Wentdorf / Krossen / Sagritz /                                            Golßen / Rietzneuendorf / Staakow / Staakmühle / Briesen / Oderin

Beschaffenheit der Strecke: separate Radwege, feste Plattenwege, ruhige Landstraßen

Download GPX-Datei: Dahmeradweg Etappe 1 

 

 

 

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