Spreeradweg 2 von Bautzen bis Spremberg

Wendischer Turm

Wendischer Turm

Finanzamt Bautzen

Die zweite Etappe unserer Tour auf dem Spreeradweg beginnt am Kornmarkt in Bautzen.  Nördlich vom Kornmarkt am ehemaligen Buttermarkt sehen wir den Wendischen Turm. Er wurde 1490/92 zum Schutz des später abgerissenen Wendischen Tores erbaut. Ab 1663 befand sich hier das Schuldgefängnis. 1841 wurde der Turm in das Ensemble einer Kaserne integriert. In dieser Kaserne befindet sich heute das Finanzamt Bautzen.

Wir fahren nun über die Wendische und die Schülerstraße in nördliche Richtung und sehen den imposanten Schülerturm. Er wurde als doppeltoriger Stadt- und Zwingerzugang als einer der ersten Türme Ende des 15. Jahrhunderts erbaut. Vor ihm befand sich einst der inzwischen zugeschüttete Stadtgraben mit 2 Zugbrücken. Durch das Tor führte einst die erste Zufahrt von der alten Handelsstraße „via regia“ in die Stadt.

Schülerturm

Schülerturm

Gerberbastei

Gerberbastei

Hinter dem Schülerturm biegen wir an der alten Stadtmauer links ab und fahren über ‚“Am Zwinger“ Richtung Westen. Von weitem sehen wir schon die Gerberbastei und den Nicolaiturm.  Die Gerberbastei wurde 1503 als fünfgeschossiger Rundturm mit 3,5 m starken Mauern als Befestigungswerk erbaut. Im Kriegsfall war er von den unterhalb wohnenden Gerbern zu verteidigen und erhielt deshalb seinen Namen. Die Bastei diente als Pestkrankenhaus, Schützenbastei, Kaserne und Turnhalle. Seit 1913 ist hier eine Jugendherberge untergebracht. Der Nicolaiturm wurde als Teil der Stadtbefestigung vor 1522 errichtet. Sein Name leitet sich vom Heiligen Nikolaus ab und wurde später von der Nicolaikirche, heute eine Ruine, auf den Turm übertragen. Die Nicolaipforte am Turm ist der einzige original erhaltene Stadtzugang.

Nicolaiturm

Nicolaiturm

Nicolaipforte

Nicolaipforte

Vor der Nicolaipforte führen rechts die Nicolaistufen hinunter in die Gerberstraße , in der früher die Gerber, die Verteidiger der Gerberbastei, wohnten. Vor der Nicolaipforte liegt rechts der Nikolaifriedhof mit der Ruine der St.-Nikolai-Kirche. Die Kirche wurde ab 1444 errichtet 1620 bei der Belagerung Bautzens durch Kurfüst Johann Georg I. zerstört und verwüstet. Die Kirche blieb bis heute eine Ruine.

Nicolaistufen

Nicolaistufen

Ruine St. Nikolai

Ruine St. Nikolai

Ruine St. Nikolai

Ruine St. Nikolai

Vom Nicolaiturm ist es nur ein kurzes Stück bis zum Dom St. Petri und dem gegenüber liegenden Domstift mit der Domschatzkammer. Bereits um 1000´wurde an der Stelle des heutigen Doms eine Pfarrkirche errichtet. 1217/18 erfolgte die Gründung des Kollegiatstifts St. Petri. 1221 wurde der Chor des Baues eingeweiht. 1430 erhielt der Dom seine heutige Gestalt. St. Petri ist das höchste Bauwerk Bautzens und der älteste Kirchenstandort in der Oberlausitz. Nach der Reformation wurde der Dom ab 1524 Simultankirche (katholisch und evangelisch). 1543 schlossen der Bautzener Rat und das Domstift einen Vertrag, der die Nutzung der Kirche durch beide Konfessionen regelte. St. Petri war damit die erste Simultankirche Deutschlands und eine von drei derartigen Kirchen Ostdeutschlands. Der Domturm ist mit 83 m das höchste Bauwerk der Stadt und am Wochenende als Aussichtsturm begehbar. Die Aussichtsplattform erreicht man nach 238 Stufen in 53 m Höhe. Man ist damit auf dem höchsten für die Öffentlichkeit zugänglichen Punkt der Stadt.

Dom St. Petri

Dom St. Petri

Domschatzkammer

Domschatzkammer

Vom Dom aus führt unser Weg durch die Große Brudergasse in die Mönchsgasse, wo wir die Ruine der Klosterkirche St. Marien des ehemaligen Franziskanerklosters Bautzen sehen können. Die Errichtung des Franziskanerklosters mit der Kirche begann 1240 – 30 Jahre nach der Anerkennung des Ordens durch Papst Innozenz III. (1160-1216) und 14 Jahre nach dem Tod des Ordensgründers Franz von Assisi (1181-1226). 1401 und 1598 brannten Kloster und Kirche völlig nieder und wurden danach nicht mehr aufgebaut. Im Westteil der alten Kirchenruine ließ die Stadt 1877 einen Wasserturm errichten. Der Hochbehälter hat ca. 1.000 m³ Fassungsvermögen. 1979 wurde die Anlage stillgelegt.

Kirchenruine St. Marien

Kirchenruine St. Marien

alter Wasserturm

alter Wasserturm

Vom alten Wasserturm fahren wir über die Große Burgstraße und den Burgplatz zur Ortenburg, die auf einem Felsplateau über der Spree liegt. Das Plateau war bereits zur Bronzezeit besiedelt. Während der Eisenzeit wurde ein erster Wall aufgeschüttet. Nach der Eroberung des slawischen Territoriums der Milzener durch König Heinrich I. wurde ein Landesburg gegründet und mit dem Bau einer Ringmauer begonnen, die unter seinem Sohn Otto I. vollendet wurde. Otto I. ließ auch die Ortenburg errichten. Die erste namentliche Erwähnung der Ortenburg stammt von 1405. Das markanteste Gebäude des Komplexes ist der Matthiasturm, erbaut zwischen 1483 und 1486. Er ist benannt nach dem damaligen Landesherrn, dem ungarischen König Matthias Corvinus. Bis zum 18. Jahrhundert ging der einzige Zugang zur Festungsanlage durch das Tor des Matthiasturmes.

Ortenburg

Ortenburg

Matthiasturm und -tor

Matthiasturm und -tor

Matthiasturm

Matthiasturm

Nach Besichtigung der Ortenburg fahren wir über Burglehn, Heringstraße und Innere Lauenstraße, an deren Ende wir den Lauenturm sehen. Er wurde von 1400 – 1403 errichtet und ist damit der älteste aller städtischen Tortürme. Seinen Namen erhielt er vom böhmischen Wappentier, einem Löwen Leu = Löwe). Wenn man Bautzen Richtung Böhmen verließ, musste man durch das Lauentor. Vom Lauenturm fahren wir durch die Mühltorgasse und passieren dabei die Fischerpforte, den einst verschließbaren Stufenzugang zur Stadt. Hier trafen die innere und die äußere Stadtmauer zusammen. Zwischen Bastei und Stadtmauer befand sich das die Straße überbrückende Torhaus mit Wehrgang. Die Fischerpforte wurde 1870 abgebrochen. Wir fahren durch das Mühltor, dem kleinsten der mittelalterlichen Stadttore und einzigem Zugang zur Stadt von Westen her. Es entstand von 1429 bis 1431, seit 1606 hat es seine heutige Gestalt. Hinter dem Mühltor fahren wir links über den „Eselsberg“ hinunter zur Spree und erreichen hier den Spreeradweg, auf dem wir nun die Stadt verlassen.

Lauenturm

Lauenturm

Fischerpforte

Fischerpforte

Mühltor

Mühltor

Wir folgen dem Lauf der Spree, Umfahren die JVA Bautzen, genannt „das gelbe Elend“, unterqueren die Autobahn A 4 Dresden – Görlitz und erreichen schließlich die Talsperre Bautzen. Die Talsperre wurde 1968 bis 1975 errichtet und hat ein Fassungsvermögen von 48,6 Mio m³. Sie dient der Brauchwasserversorgung, dem Hochwasserschutz und vor allem der konstanten Wasserversorgung des Kraftwerkes Boxberg über die Spree. Sie ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Für ihren Bau mußten die Dörfer Malsitz und Nimschütz umgesiedelt werden. Die Talsperre hat eine Vorsperre Oehna und ein Vorbecken Neumalsitz, deren Staudämme 102 bzw. 210 m lang sind.

Radweg am Vorstau Oehna

Radweg am Vorstau Oehna

Vorstau Oehna

Vorstau Oehna

Autobahnbrücke Vorstau Oehna

Autobahnbrücke Vorstau Oehna

Talsperre Bautzen

Talsperre Bautzen

 

Strandpromenade

Strandpromenade

Radweg an der Talsperre

Radweg an der Talsperre

Notüberlauf der Talsperre

Notüberlauf der Talsperre

Staumauer

Staumauer

Von der Talsperre aus fahren wir nach Niedergurig und haben damit das Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet erreicht. Dieses Gebiet erstreckt sich von der Linie Wittichenau-Kamenz über 60 km bis zur Neiße. Zehn Prozent seiner Fläche machen 335 Teiche aus. Damit ist das Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet das größte wirtschaftlich genutzte Teichgebiet Europas. Niedergurig wurde erstmals 1349 erwähnt und ist seit 1994 nach Malschwitz eingemeindet. In Niedergurig wenden wir uns nordwärts nach Malschwitz. Wir durchqueren eine Landschaft mit 14 zusammenhängenden Teichen, die von der Malschwitzer Kleinen Spree gespeist werden, die vor Niedergurig von der Hauptspree abzweigt.

Radweg Niedergurig

Radweg Niedergurig

Teichlandschaft

Teichlandschaft

Radweg zwischen den Teichen

Radweg zwischen den Teichen

Teichlandschaft

Teichlandschaft

 

Am Ostufer des letzten Teiches, dem Teich Nr. 4, steht eine Kirchenglocke, „die Glocke an den Teichen“. Diese Glocke stammt von der Kirche in Malschwitz, die 1999 saniert wurde und auch neue Glocken erhielt. Da die Einwohner die alte Glocke nicht einschmelzen lassen wollten, wurde sie an den Teichen aufgestellt. Unmittelbar neben der Glocke befindet sich noch ein Zeugnis alten Handwerks. Über einen Graben, genannt „Tschertonja“ führt die sogenannte „Steinhauerbrücke“, eine mehr als 100 Jahre alte Brücke aus behauenen Steinen.

 

die Glocke an den Teichen

die Glocke an den Teichen

Steinhauerbrücke

Steinhauerbrücke

Wir fahren nun nach Malschwitz, einem sorbischen Dorf, welches 1225 erstmals urkundlich erwähnt wurde. 1430 wird Malschwitz Rittersitz. 1715 wurden die Fachwerkkirche, die Schule, das Rittergut und 14 Bauernhöfe durch ein Feuer vernichtet. 1716 baute man die neue Kirche in massiver Bauweise. Der Turm wurde der 1913 angebaut. 1813 war Malschwitz Schlachtfeld in der Schlacht bei Bautzen, es brannte völlig nieder.

Kirche in Malschwitz

Kirche in Malschwitz

Kirche in Malschwitz

Kirche in Malschwitz

Weiter fahren wir durch die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft über Brösa, einem Ortsteil von Malschwitz,  nach Salga, einem Ortsteil der Gemeinde Großdubrau. Hier geht es wieder durch eine Landschaft mit 7 großen Teichen. Zwischen Malschwitz und Salga überqueren wir die ehemaligen Bahnlinie Löbau-Radibor. Die Bahnstrecke der ehemaligen Sächsischen Nordostbahn wurde 1906 eröffnet. 1996 erfolgten die Stilllegung der Strecke. Die Gleise wurden 2004 abgebaut.

ehem. Bahnstrecke Löbau-Radibor

ehem. Bahnstrecke Löbau-Radibor

Radweg Salga-Brösa

Radweg Salga-Brösa

Brösa

Brösa

Radweg Brösa-Lömischau

Radweg Brösa-Lömischau

Auf dem Weg von Bösa nach Salga passieren wir wieder acht Teiche der Teichlanschaft und hinter Salga, auf dem Weg nach Lömischau folgen weitere 14 Teiche, die „Guttauer Teiche“. Kurz vor dem Dorf Lömischau führt unser Radweg über das Löbauer Wasser, einem Nebenfluß der Spree, der kurz hinter der Brücke in die Spree mündet. Das sorbische Dorf Lömischau ist ein Ortsteil von Malschwitz und wurde 1400 erstmals erwähnt. Von Lömischau fahren wir ca. 3 km über die Landstraße K 7216 nach Halbendorf an der Spree. Die Strecke führt größtenteils durch den Wald und die Straße ist nur wenig befahren. Wir erreichen zuerst den Ortsteil Geißlitz von Halbendorf, überqueren hier wieder die Spree und sind in Halbendorf an der Spree. Der Ort wurde 1374 erstmals erwähnt, der Ortsteil Geißlitz bereits 1370. Halbendorf ist seit 2013 ein Ortsteil von Malschwitz.

Radwegbrücke über das Löbauer Wasser

Radwegbrücke über das Löbauer Wasser

Geißlitz

Geißlitz

Spree in Halbendorf

Spree in Halbendorf

Kirche in Halbendorf

Kirche in Halbendorf

 

Kirche in Halbendorf

Kirche in Halbendorf

Die Halbendorfer Kirche wurde 1952 geweiht. Wir bleiben auf der Landstraße K 7211, durchqueren den Ort und fahren ca. 2 km weiter durch die sorbischen Wälder bis nach Neudorf/Spree. Der Ort wurde 1545 erstmals als Klein Neudorff erwähnt, seit 2013 ist es ebenfalls ein Ortsteil von Malschwitz. In Neudorf/Spree fahren wir an der Spreemühle vorbei. 1842 als Holzmühle errichtet, wurde 1870 mit Senfmahlen begonnen. Seit 1876 werden hier Pappen, Kartonagen und Verpackungsmaterialen hergestellt. Vor der Mühle sehen wir einen Gedenkstein für König Albert von Sachsen, der die Einordnung Sachsens in das von Preußen geführte Deutsche Reich vollendete, die Aussöhnung mit Preußen und die Erhaltung der bundesstaatlichen Ordnung im Deutschen Reich vorantrieb.

K 7211 Halbendorf-Neudorf

K 7211 Halbendorf-Neudorf

Spreemühle Neudorf

Spreemühle Neudorf

Spreemühle Neudorf

Spreemühle Neudorf

Gedenkstein

Gedenkstein

Von Neudorf/Spree fahren wir weitere 2 km auf der K 7211 bis nach Lieske, dem nördlichsten Ortsteil von Malschwitz. Lieske wurde 1360 erstmals erwähnt, kam 1815 zu Preußen und 1945 wieder zu Sachsen. In Lieske biegen wir links ab und fahren nach 200 gleich wieder rechts in die Mönauer Straße, der wir ca. 2,5 km bis nach Mönau folgen. Wir fahren dabei wieder an einem Abschnitt der Teichlandschaft mit mehr als 40 Teichen entlang.

Ochsenteich bei Lieske

Ochsenteich bei Lieske

Mönau, seit 2007 ein Ortsteil von Boxberg, wurde 1394 erstmals erwähnt. 1605 ist hier ein Rittergut belegt. 1823 bis 1945 kam Mönau, verursacht durch den Wiener Kongress, von Sachsen nach Preußen. Mönau liegt mitten im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Wir folgend dem ausgeschilderten Radweg zwischen zahlreichen Teichen hindurch und erreichen nach ca. 3 km die Gemeinde Uhyst. Uhyst, seit 2007 der zweitgröße Ortsteil der Gemeinde Boxberg/O.L. wurde 1418 erstmals urkundlich belegt, ist wahrscheinlich aber wesentlich älter. Eine Kirchenchronik aus dem 17. Jahrhundert berichtet von einer 1342 errichteten Kapelle, die 1592 durch eine Holzkirche und im 17. Jahrhundert durch eine steinerne Kirche ersetzt wurde. Uhyst kam ebenfalls nach dem Wiener Kongress zu Preußen und verblieb dort bis 1945. Am Nordrand der Gemeinde befindet sich das Neue Schloss, erbaut 1738 bis 1742. Das sich in Privatbesitz befindliche, unter Denkmalschutz stehende Gebäude, steht seit Jahren leer. Zum Schloß gehören ein Barockgarten und ein englischer Landschaftspark.

Radweg Mönau-Uhyst

Radweg Mönau-Uhyst

Kirche Uhyst

Kirche Uhyst

Neues Schloß Uhyst

Neues Schloß Uhyst

Schleifmühle Uhyst

Schleifmühle Uhyst

Vom Schloß aus fahren wir an der historischen Schleifmühle vorbei, überqueren die Spree auf dem Spreewehr Uhyst und erreichen 2 km weiter den Bärwalder See. Das Spreewehr Uhyst wurde 1982 errichtet, da die Spree durch den Tagebau Bärwalde in den 1970 Jahren nördlich von Uhyst über mehrere Kilometer verlegt werden. Das Wehr regelt den Zulauf von Wasser in den Mühlgraben der ehemaligen Schleifmühle, zu den Müllerteichen sowie dem Park- und Schwanenteich von Uhyst und dem Bärwalder See. Der 13 km² große Bärwalder See ist der größte See Sachsens und  das Restloch des Tagebaus Bärwalde, in dem von 1976 bis 1992 Braunkohle abgebaut wurde. Neben der Nutzung als Naherholungsgebiet dient der See auch der Versorgung des an seinem Nordrand gelegenen Kraftwerks Boxberg mit Brauchwasser und der Regulierung des Wasserstandes der Spree, besonders hinsichtlich einer ausreichenden Wasserversorgung des Spreewaldes.

Spreewehr Uhyst

Spreewehr Uhyst

Radweg Uhyst-Bärwalder See

Radweg Uhyst-Bärwalder See

Anleger Uhyst am Bärwalder See

Anleger Uhyst am Bärwalder See

Kraftwerk Boxberg

Kraftwerk Boxberg

 

Bärwalder See

Bärwalder See

Wir folgen dem Spreeradweg, fahren am Westufer des Bärwalder Sees und dann unmittelbar am Kraftwerksgelände von Boxberg entlang und erreichen nach ca. 10 km den kleinen Ort Sprey. Sprey ist seit 1974 einer der kleinsten Ortsteile der Gemeinde Boxberg/ O.L. Bekannt ist das Dorf durch seine Schrotholzkirche, die 1780 ohne einen Nagel errichtet wurde. Von Sprey aus fahren wir 7 km auf dem Radweg entlang der Landstraße K 8481und biegen dann links ab. Nach ca. 1 km erreichen wir den Wohnplatz Ruhlmühle des Ortsteils Mühlrose der Gemeinde Trebendorf. Hier befindet sich in der gleichnamigen Mühle an der Spree ein Wehr mit einer Wasserkraftanlage. Die Ruhlmühle selbst wurde 1890 als Papierfabrik errichtet, nach 1945 in eine Holzschleiferei umgewandelt und 1966 geschlossen. Auf einer Holzbrücke überqueren wir hier die Spree und durch eine Furt den Umflutkanal der Ruhlmühle. Hir an der Furt wird zum ersten Mal des Problem der „Verockerung“ der Spree durch ausgeschwemmtes Eisenhydroxid sichtbar.

Radweg am Bärwalder See

Radweg am Bärwalder See

Schrotholzkirche Sprey

Schrotholzkirche Sprey

Schrotholzkirche Sprey

Schrotholzkirche Sprey

Spree bei Ruhlmühle

Spree bei Ruhlmühle

Ruhlmühle

Ruhlmühle

Furt Ruhlmühle

Furt Ruhlmühle

Radweg Ruhlmühle-Döschko

Radweg Ruhlmühle-Döschko

Wir fahren nun auf dem linken Spreeufer weiter über Neustadt/Spree, einem 1433 erstmals erwähnten Ortsteil der Gemeinde Spreetal (seit 1996), unterqueren die Spreebrücke der 2004 eingestellten Bahnlinie von Hoyerswerda nach Spremberg und erreichen schließlich den Ortsteil Spreewitz der Gemeinde Spreetal. Das Straßenangerdorf Spreewitz wurde erstmals 1568 erwähnt. Im Ort steht eine restaurierte Fachwerkkirche von 1688.

Radweg Neustadt/Spree-Spreewitz

Radweg Neustadt/Spree-Spreewitz

Spreebrücke ehem. Bahn Hoyerswerda-Spremberg

Spreebrücke ehem. Bahn Hoyerswerda-Spremberg

Zum Eichbusch Spreewitz

Zum Eichbusch Spreewitz

Kirche Spreewitz

Kirche Spreewitz

 

Spreewitz

Spreewitz

verockerte Spree in Spreewitz

verockerte Spree in Spreewitz

In Spreewitz wechseln wir wieder auf das östliche Ufer der Spree und fahren immer am Fluß entlang Richtung Spremberg. Wir passieren dabei den Ortsrand von Zerre,  dem nördlichsten Ort des Landkreises Bautzen und gleichzeitig einem Ortsteil von Spreetal. Zerre wurde 1577 erstmals erwähnt. Der Ort liegt am östlichen Rand des Industrieparks Schwarze Pumpe. Wir fahren weiter, vorbei an Trattendorf, einem Ortsteil unseres Tagesziels, Spremberg. Trattendorf, 1753 erstmals erwähnt, ist vom sorbischen Dubrawa „Eichenwald“ abgeleitet. Wir fahren nun immer an der Spree entlang, deren Braunfärbung auf Grund der Verockerung immer mehr zunimmt. Der Fluß wird mehr und mehr zu einem toten Gewässer.

Spreeradweg Spreewitz-Zerre

Spreeradweg Spreewitz-Zerre

Spree bei Trattendorf

Spree bei Trattendorf

Kuhtenbrücke Trattendorf

Kuhtenbrücke Trattendorf

In Trattendorf wechseln wir wieder die Uferseite der Spree, in dem wir über die Kuthenbrücke auf das linke Spreeufer fahren. Nach ca. 2,5 km fahren erreichen wir die Wendenstraße in Spremberg. Hier wechseln wir über die Neue Kanubrücke letztmalig das Ufer und fahren wieder auf die rechte Seite der Spree. Kurz danach teilt sich die Spree in den Hauptarm, der nach links fließt und einen rechtsseitigen Nebenarm, den „Altarm Wilhelmsthal“. Auf der so entstandenen Insel liegt die Altstadt von Spremberg. Der Altarm Wilhelmsthal ist mit einem Wehr versehen, über das wir fahren. Wir bleiben an der Spree, passieren das Spreewehr Spremberg und erreichen kurz dahinter die rechts abgehende Pfortenstraße, in die wir einbiegen und über die Kirchgasse und Lange Straße das Zentrum von Spremberg durchqueren. Am Bahnhof Spremberg endet die 2. Etappe unserer Radtour entlang der Spree.

Spreeradweg Trattendorf-Spremberg

Spreeradweg Trattendorf-Spremberg

Neue Kanubrücke

Neue Kanubrücke

Wehr Altarm Wilhelmsthal

Wehr Altarm Wilhelmsthal

Wehr Altarm Wilhelmsthal

Wehr Altarm Wilhelmsthal

 

Spreewehr Spremberg

Spreewehr Spremberg

Spreewehr Spremberg

Spreewehr Spremberg

Lange Str. mit Rathausturm

Lange Str. mit Rathausturm

Markt

Markt

Bahnhof Spremberg

Bahnhof Spremberg

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Länge der Strecke:  76,4 km

Verlauf der Strecke: Spremberg / Niedergurig / Malschwitz / Brösa / Lomischau / Geißlitz / Halbendorf / Neudorf/Spree / Lieske / Mönau / Uhyst / Sprey / Ruhlmühle / Döschko / Neustadt (Spree) / Spreewitz / Zerre / Trattendorf / Spremberg

Beschaffenheit der Strecke: feste Radwege, gut befahrbare Feld- und Waldwege, wenig befahrene Landstraßen

Download der GPX-Datei: Spreeradweg2

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